Bad Day in Kona.... Hier mein Bericht wie es mir ergangen ist:
Leider lief es am vergangenen Samstag nicht wie gewünscht. Das Schwimmen lief erwartet sehr gut ich kam in einer guten Zeit (53min.) aus dem Wasser. Auch das Gefühl war noch gut, eine super Ausgangslage also.
Auf dem Rad merkte ich aber ziemlich schnell, dass die Beine nicht drehten wie gewünscht. So war ich zwar mit nur 3 Minuten Rückstand auf Schlagdistanz auf die Spitzengruppe, konnte meine Stärke auf dem Rad jedoch nicht ausspielen. Als Normann Stadler nach 20Km vorbei fuhr versuchte ich zu folgen. Dieses Unterfangen musste ich aber nach ca. 10Km abbrechen. Die Beine fühlten sich schon jetzt an wie bei Kilometer 150.... Da merkte ich, dass ich mein Ziel, ein Sieg beim Ironman Hawaii, wohl nicht erreichen kann. Das war hart, trotzdem versuchte ich positiv zu bleiben, ein guter Rang lag vielleicht noch drin. Wenn ich eins gelernt habe im 2008, dann ist es, dass das Rennen erst nach 42Km Laufen zu Ende ist.
Leider bekam ich dann auch noch ein Blocking Strafe, das war mein Fehler. Ich musste in einem Zelt auf der Strecke unterschreiben. Das kostete ca. 1 Minute, spielte aber auch keine Rolle mehr.
Ich quälte mich bis Hawi und wieder zurück nach Kona. Es war unterdessen "brütend heiss" bis zu 35 Grad... Der Gegenwind nach Kona war auch kein Zuckerschlecken. Wenns einem nicht so läuft kommen einen die Bedingungen noch viel härter vor.
Nach 180Km Rad stellte ich mein Rad in die Wechselzone. Ich hatte schon über 20 Minuten Rückstand und ca. auf Platz 25. So machte ich mich mit Cameron Brown auf die Laufstrecke. Am Alii Drive war es nun auch noch feucht.... Hier kamen mir die ersten (und nicht die letzten) Gedanken ans Aufgeben. Ich hatte wirklich nichts mehr in den Beinen und rettete mich von Verpflegung zu Verpflegung. Dort hielt ich jeweils an und kühlte (oder versuchte es zumindest) meinen Körper im Durchschnitt mit 6 Schwämmen, 1 Liter Eis-Wasser und Haufenweise Eis. Dazu leerte ich noch Cola und Gatorade in mich rein. Dieses Prozedere machte ich alle 2Km... und auch das war mir noch zu weit!! Am Alii Drive lief ich dann auch noch an meinem Appartement vorbei.... Stefan, der leider aufgeben musste stand schon dort und ich wäre ja so gern dort abgebogen, das war wirklich hart.
Vom Energy Lab zurück merkte ich, dass ich eigentlich gar nicht so schlecht im Rennen lag. Meine Konkurrenten vor mir sahen auch nicht mehr frisch aus ( - : So versuchte ich einfach so schnell wie möglich die letzten 16 Km hinter mich zu bringen. Im Nachhinein ist ein Top 20 am Ironman Hawaii ja auch nicht so schlecht. So kämpfte ich noch um den 18ten Platz mit Eduardo Sturla. Die Planani road hinab liess ich es nochmals "rasseln"..... das tat nochmals ordentlich weh.
So lief ich als 18er durchs Ziel und hatte zwar den Kampf gegen die schnellen Jungs verloren, den Kampf gegen meinen inneren Schweinehund jedoch gewonnen. Darauf war ich neben der Enttäuschung, trotzdem noch etwas Stolz.
Heute tun mir noch immer die Beine weh. Sonst gehts mir aber bestens und ich freue mich komischerweise schon wieder riesig auf nächstes Jahr.
So nun geht es heute auf den Flieger nach LA. Ich freue mich auf die Schweiz und etwas Ruhe.
Cheers und danke für die Unterstützung aus der Schweiz!
Grüsse
Ronnie






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