Am gestrigen Sonntag konnte ich in Uster über die olympische Distanz ohne Windschattenfahren ein solide Leistung abrufen.

Das Schwimmen mit Neopren kam mir entgegen und ich versuchte so lange wie möglich im Sog mitzuschwimmen. Leider gelang mir dies nur die ersten 600 Meter, dann musste ich abreissen lassen. Mir explodierten die Arme förmlich und es war hart die letzten 900 Meter alleine bis zum Schwimmaustieg zu bewältigen. Mit einer Minute Rückstand auf die Spitze war aber noch alles offen, da mir meine "Schoggidisziplin" noch bevorstand.

Pumpend und nach Luft schnappend hüpfte ich auf mein Rad und hatte schon bald Sichkontakt auf einige Konkurrenten. Ich fühlte mich gut auf dem Rad und konnte Zeit auf Mike Aigroz, den führenden, gutmachen. Auf der Forch fuhr ich zu Mike auf und wir brachten die letzten 15 Km zusammen hinter uns. Auf der Fläche um den Greifensee schöpfte ich teilweise meine Übersetzung von 54/11 voll aus. Ich gab wirklich alles was ich konnte und schonte mich nicht. Mike blieb aber wie gesagt kämpferisch dran. Kurz vor der Wechselzone fuhr er dann ziemlich pumpend neben mich und schüttelte den Kopf und sagte: " tu est fou...." 

Ich bin eher ein Roller, Mike ist vor allem am Berg enorm stark, da hatte ich auf der Fläche einfach Vorteile. Ich hoffte, das würde mir später noch einen zeitmässigen Vorteil verschaffen. Ich war zwar ziemlich kaputt nach den 40 Km Rad aber das galt auch für Mike.

Beim Laufen war noch lange nich alles entschieden. Wir gaben uns ordentlich die "Kante" die ersten fünf Kilometer. Vor allem Mike drückte ordentlich auf die Tube. Dann wurde es etwas gemütlicher bis Kilometer 9, wo wir beide unseren langen Sprint anzogen. Ich hatte noch etwas mehr Reserven und lief als Sieger durchs Ziel.

Dieser Wettkampf war eine erfolgreiche Standortbestimmung für Hawaii. Der Kurs stimmt und ich freue mich auf die Wochen in San Diego, wo noch der Feinschliff für Hawaii ansteht.

Greets

Ronnie