What a race!

Powerman Europameister über die Mitteldistanz! Wow, cool! Klar, mein Ziel und die Absicht war den Titel zu holen. Jedoch sind die Absichten und die erfolgreiche Umsetzung immer zweierlei Paar Schuhe.

An diesem Sonntag in Horst, bei eher frischen 12 Grad, lief aber alles genauso ab, wie ich es geplant hatte:

Die ersten 15 Kilometer ging es ab wie die Post! Joeri servierte mir ein bedenklich schnelles Tempodiktat, welchem ich um (fast) jeden Preis folgen wollte. Das Tempo war anfangs nahe der 3 Minuten pro Kilometer, wurde dann aber etwas gedrosselt. Wir waren am Schluss der 15 Kilometer Laufen noch zu viert: Joeri, Bart, Victor Manuel und ich. Bis zum Wechsel aufs Rad hielt ich mich dicht hinter Joeri. In der Wechselzone schaltete ich noch einen halben (mehr war da nicht) Gang hoch und verliess als erster die Wechselzone. 

Auf dem Rad fühlten sich die Beine nach dem harten Lauf noch gut an und ich machte sofort Druck. Alles oder Nichts! Diese Strategie zahlte sich aus. Die anderen verloren gleich zu Beginn den Anschluss. Einzig Joeri befand sich immer in Schlagdistanz von 10-20 Sekunden, jedoch vermochte er die Lücke nicht ganz zu schliessen. Auf der letzten der drei 20-Kilometer-Runden gab ich nochmals alles, was die Beine hergaben ergo biggest-gear-available-full-out! Auf ein abschliessendes Laufduell wollte ich mich auf keinen Fall mit Joeri einlassen.

Dieser Effort zahlte sich aus. Ich hüpfte mit einer Minute Vorsprung vom Rad und nahm die letzten und härtesten 7,5 Kilometer unter die Füsse. Die ersten zwei der drei Runden gingen noch recht flott und ich baute meinen Vorsprung auf zwei Minuten aus. Dies klingt zwar klar, jedoch war es für mich bei weitem noch nicht gelaufen. Meine Beine wurden nämlich schwer wie Blei und ich hoffte, dass mich kein Krampf oder sonst etwas stoppen würde. Ich sehnte mich nur noch nach dem Ziel und war überglücklich, mich als Powerman Europameister über die Mitteldistanz feiern lassen zu dürfen.

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